Mär 2026 | Schloss-Nachrichten
Da tut sich was! Flächen am Erftkanal werden mit zukunftsweisendem Agroforst-Projekt wiederbelebt!
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass sich entlang des Erftradwegs etwas tut? Keine Angst! Die Bäume der alten Apfelplantage auf Höhe der Mündung der neu renaturierten Erft wurden nicht aus einer Laune heraus gefällt. Im Gegenteil, es geschieht etwas Spannendes auf dem Gelände von Schloss Türnich. Es wird Platz geschaffen für die Pflanzung von mehreren Agroforst-Systemen. Agroforst, das bedeutet die Integration von wirtschaftlich genutzten Bäumen und Sträuchern auf Acker oder Weide. So entsteht eine Doppelnutzung auf einer Fläche und gleichzeitig leistet die Landwirtschaft durch die Kombination mit Gehölzen einen Beitrag zu Klimaschutz und Biodiversitätsförderung.
Auf der sogenannten “Krummen Furche”, der Fläche, die entlang des Erftradwegs liegt, entsteht in den nächsten Jahren eine Demonstrationsanlage mit mehreren Agroforst-Systemen. Dahinter steht das Team des Agroforst-Hubs der Kultur- und Naturstiftung Schloss Türnich, das ein Wissens- und Demonstrationszentrum zum Thema Agroforst aufbaut.
Voller Elan bereiten die Mitarbeitenden des Agroforst-Hubs aktuell die Flächen entlang der Erft für die Pflanzung vieler neuer Bäume vor – gepflanzt wird dann ab dem Winter 2026/27.
In der Demonstrationspflanzung wird in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn zur Wirtschaftlichkeit und Kohlenstoff-Speicherkapazität von Agroforst-Systemen geforscht. Gleichzeitig wird ein vielfältiges Bildungsprogramm rund ums Thema Bäume in der Landwirtschaft entwickelt, das sowohl für landwirtschaftliche Profis als auch für interessierte Laien zugänglich sein wird. Interessierte Spaziergänger:innen können die Umwandlung des Geländes an der Erft in den nächsten Jahren also live mitverfolgen. Wir sind gespannt!
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